Die Legende Toni Sailer

Toni Sailer - (c) Hans Truöl
Toni Sailer - (c) Fischer Lohr
Skiwunderteam aus Kitzbühel - Ernst Hinterseer, Hias Leitner, Christian Pravda, Fritz Huber, Anderl Molterer, Toni Sailer (c)Hans Truöl
Anton Engelbert „Toni“ Sailer wurde am 17. November 1935 in Kitzbühel geboren. "Der Schwarze Blitz aus Kitz", Österreichs Sportler des Jahrhunderts gewann bei den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina d’Ampezzo drei Goldmedaillen: im Slalom, Riesenslalom und in der Abfahrt. Ebenso erhielt Sailer die Goldmedaille in der nichtolympischen Kombination. 1958 gewann Toni Sailer in Bad Gastein bei der Weltmeisterschaft Gold in Abfahrt, Riesenslalom und Kombination und Silber im Slalom. Insgesamt hatte er sich drei Olympische Goldmedaillen und sieben Weltmeistertitel erkämpft und gehört zu den erfolgreichsten Skirennläufern aller Zeiten und war bereits zu Lebzeiten eine Legende.

DIE WELT beginnt einen Bildbericht auf der Titelseite mit den Worten: "Toni Sailer, Götterliebling" - und das war er auch. Aber viel mehr als das, Toni hat mit seinem Leben, seinen Erfolgen, seinem Optimismus, den Skisport geprägt, Kitzbühel geprägt und das ganze Land.
Kitzbühel trauert, das Land Tirol trauert um einen ganz großen Sohn und die Weltpresse verneigt sich noch einmal vor seinem Lebenswerk.

Bereits als kleiner Bub begann Sailer mit dem Skisport. Mit 2 Jahren bekam er seine ersten Ski geschenkt. Auch sein Vater Anton, seine Schwester Rosi und sein Bruder Rudi waren ebenfalls Skirennläufer. Mit 10 Jahren nahm Sailer an seinem ersten Rennen teil und konnte bereits in den Schülerklassen Erfolge verbuchen. 1947 trat Toni Sailer dem Kitzbüheler Ski Club bei. Auch als Skispringer war Sailer erfolgreich, konzentrierte sich aber kurze Zeit später auf die alpinen Wettbewerbe. Sailer besuchte die Handelsschule in Schwaz und übte den Beruf des Glasers und Spenglers aus.

Seine ersten wichtigen Siege hatte Toni Sailer im Winter 1952, im Alter von 16 Jahren. Er gewann die Abfahrt und die Kombination von Mègeve, den Riesenslalom und die Kombination von Morzine. Da er einen Schien- und Wadenbeinbruch beim Training erlitt, musste Sailer 1952/53 eine Pause einlegen. Seine Siege kehrten erst beim Slalom und in der Kombination von Cortina d’Ampezzo und beim Riesenslalom von Seefeld zurück.

„Der Schwarze Blitz aus Kitz“ – so wurde er von seinen Mitmenschen genannt, war auf Platz 1 bei den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel in Abfahrt, Slalom und Kombination. Als erster Sportler gewann der damals 20-jährige alle alpinen Bewerbe bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo im Jahre 1956. Sailer war dreifacher Olympiasieger und vierfacher Weltmeister.

Nach den Weltmeisterschaften 1958 fasste Sailer mit 22 Jahren die Entscheidung, sich aus dem Skisport zurückzuziehen. Nach seinen Erfolgen im alpinen Skisport lernte er an der Berliner Schauspielschule und war in etlichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, ebenso produzierte er 18 Schallplatten.

Sailer war von 1972 bis 1976 Cheftrainer und technischer Direktor des ÖSV, Präsident des Kitzbüheler Golfclubs von 1978 bis 1993 und Rennleiter des Hahnenkamm-Rennens in Kitzbühel von 1986 bis 2006. Mehr als 30 Jahre leitete Toni Sailer die Kinderskischule „Rote Teufel“ in Kitzbühel.

Beim Olympia-Empfang erhielt Sailer von Bundespräsident Theodor Körner das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Im Jahre 1999 wurde er als Österreichs Sportler des Jahrhunderts ausgezeichnet. Wenige Monate vor seinem Tod (im April 2009) erhielt er noch den "Schneekristall des Skisports" des ÖSV.

Nach langer Krankheit starb Toni Sailer im Kreise seiner Familie am 24. August 2009.



Wetterstation

16.05. 17.05.
4°C 7°C
Wettervorschau Webcams

Prospekte

Der beste Infomix aus Kitz
Zahlreiche Prospekte zum
Bestellen und Downloaden