Die legendäre "Streif"

Abfahrtssieger 2009 Didier Defago (SUI) an der Mausefalle © Rolex - Daniel Forster
Gleichermaßen berüchtigt wie gefürchtet: Der Zielsprung der Streif mit Sprüngen bis 80 m und Geschwingdigkeiten bis 140 km/h © medialounge
ÖSV - Abfahrtsass Michael Walchhofer auf der Hausbergkante der legendären Streif in Kitzbühel © red bull

Die Streif ist die spektakulärste Abfahrtsrennstrecke der Welt. Jedes Jahr im Jänner kämpfen die besten Skifahrer der Szene und rittern um den Sieg. Im übrigen Winter ist die Streif eine öffentlich zugängliche Abfahrt, die man in zwei verschiedenen Varianten befahren kann. Probieren Sie es aus!


Die „Streif“ wird als DIE Abfahrtsrennstrecke schlechthin bezeichnet. Dies resultiert aus der Vielfalt ihrer Geländeformen. Alle Elemente einer klassischen Abfahrt finden sich auf der Streif: Scharfe Geländekanten, die bei hoher Geschwindigkeit zu atemberaubenden Sprüngen führen; Steilhänge, Schrägfahrten; Schuss-Strecken; Kurven; Gleitstrecken; unzählige spektakuläre Bodenwellen; ja sogar kurze Bergauf-Passagen wie vor dem Seidlalmsprung sind dabei.

Die Streif ist für jeden guten Skifahrer befahrbar!

Grundsätzlich kann die Streif im Winter von jedem befahren werden. Ausgangspunkt ist die Bergstation der Hahnenkamm-Bahn. Die Schlüsselstellen wie Mausefalle, Steilhang oder Hausbergkante sind als „Skiroute extrem“ markiert, oft sehr vereist und daher ausschließlich großen Könnern vorbehalten.

Familienstreif

Ein besonderes Highlight für Skifahrer und Snowboarder ist die Familienstreif. Unter Umfahrung der schwierigsten Passagen mutiert die Streif zu einem Genuss für alle Wintersportler und zu einer „roten Piste“ auf Kitzbühels Pistenplan.

Keine Totalsperren mehr!

Durch die Umbauarbeiten im Sommer 2010 wurden die Bereiche zwischen dem Steilhang und der Seidlalm ("Gschöss") verbreitert. Somit kann dieser Bereich auch während der Präparierungsarbeiten im Jänner sowie während der Rennwoche befahren werden. An anderen Schlüsselstellen sind weiterhin Sperren ab ca. 6. Jänner nötig. Wochenlang wird dann an der Rennstrecke gearbeitet. Schnee muss an die richtigen Stellen transportiert und Geländeformen wenn nötig mit Hilfe von Schnee korrigiert werden, die gesamte Piste wird präpariert, verfestigt und vereist. Fangzäune und Sicherheits-Infrastruktur, Zuschauertribünen und TV-Infrastruktur werden errichtet.

Streif – ein alter Flurname am Hahnenkamm

Die weltberühmte Abfahrt ist nach der Streifalm benannt, über die der obere Teil der Abfahrt führt. Die Alm hat wiederum ihren Namen wahrscheinlich nach einem Brixner Bauern namens "Straiff".

Der Sprung in die Mausefalle wurde übrigens, so die Überlieferung, von Toni Sailer senior getauft. Der Streckenabschnitt erinnerte ihn an eine alte Drahtmausefalle. Wie eine Maus in die Drahtfalle stürzt der Skifahrer diesen steilen Hang hinunter, befand der Vater der Ski-Superstars. Die Mausefalle wird seit Anfang der 1950er Jahre befahren.


Technische Details zur Streif

 Höhe Start  1.665 m
 Hahnenkamm Bergstation
 Ziel
 805 m  Rasmusleiten
 Höhendifferenz  860 m  
 Streckenlänge  3.312 m  
 Durchschnittliche Neigung  27%  
 Maximale Neigung  85%  Mausefalle
 Weiteste Sprünge  80 m  Mausefalle, Zielsprung
 Größte Geschwindigkeit  145 km/H  Zielschuss
 Durchschnittsgeschwindigkeit  103 km/H  
 Streckenrekord  1.51.58 min  Fritz Strobl 1997
 Rekordsieger  Franz Klammer (AUT), Didier Cuche (SUI)
 beide jeweils 4 Siege.


Kamerafahrt auf der legendären Streif


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