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Alfons Walde

Alfons Walde wurde 1891 als Sohn des Lehrers Franz Walde in Oberndorf bei Kitzbühel geboren, doch schon 1892 siedelte die Familie, aufgrund der Bestellung Franz Waldes zum Volksschulleiter in Kitzbühel, in die Bezirkshauptstadt.
 

Von 1910 bis 1914 studierte Alfons Walde Architektur in Wien während dessen er auch seine entscheidende Prägung als Künstler erfahren hat. Wie viele Künstler seiner Zeit beschäftigt sich Walde zunächst mit dem Werk Klimts. Darauf weist der flächig-dekorative Stil vieler seiner frühen Bilder. Etwas später datiert Waldes Auseinandersetzung mit Schiele, den er in Wien auch persönlich kontaktiert hat.
 
Für seine eigenständige Entwicklung schon in dieser frühen Zeit spricht indessen die Bevorzugung von Motiven aus dem Umkreis seiner Kitzbüheler Heimat. In den letzten beiden Wiener Jahren vor dem ersten Weltkrieg entstanden zahlreiche kleinformatige Kartonbilder, in denen Walde Bauer und Bürger an Sonn- und Feiertagen, nach dem Kirchgang und Einheimische wie Gäste beim Sport darstellt. “Bauernsonntag“, „Im Wirtshaus“, oder „Zieleinlauf“ zeugen von der Lebensfreude und Volkstümlichkeit des ländlichen Raumes, die sich in ihrer Aussage von der experimentierfreudigen, die Katastrophe des Krieges gleichsam vorausahnenden Kunst der Großstadt deutlich abheben.
 
Nach dem ersten Weltkrieg, in dem er sich bei den Kaiserschützen auszeichnete, entscheidet sich Walde gegen die Fortsetzung des Architekturstudiums in Wien und kehrt endgültig nach Kitzbühel zurück. Die ruhigen, flächigen Stilleben der Zeit unmittelbar nach dem Krieg erwecken den Eindruck eines Neubeginns. Ähnliches mag für die Akte der frühen zwanziger Jahre gelten, an denen die erneute Auseinandersetzung mit Klimt und Schiele ersichtlich wird. Sehr bald aber nehmen Motive aus dem Kitzbüheler Raum eine dominante Stellung im Schaffen Waldes ein. 
 
Dazu gehören Bilder von Ereignissen, wie dem Jahrmarkt (1919), der Schnitzelbank oder den Maskenzügen, in denen die Stadt zur Kulisse wird, aber auch Architekturskizzen, in denen sich Walde der Stadt bzw. der umliegenden Dörfer und bäuerlichen Anwesen und ihrem Verhältnis zur Natur annimmt. Der Einfluß der Architektur sollte prägend bleiben, wenngleich nach dem stimmungsgeladenen, stark expressionistischen Bildern, wie etwa der „Stadt im Tauschnee“ (erste Fassung 1920) gegen Mitte der zwanziger Jahre eine zunehmend heitere Seite durchkommt - das „Auracher Kirchl“ gilt als vielleicht populärster Beleg hierfür.
 
Insbesondere widmete sich Walde dem Thema Wintersport. Hier konnte er auf eigene Erfahrung zurückgreifen, Bilder wie „Der Aufstieg“ oder „Gipfelrast am Pengelstein“ scheinen sehr persönlichen Erlebnissen entsprungen. Auf persönliche Erfahrung mag wohl auch Waldes meisterhafte Behandlung des Schnees zurückgehen, wie sie besonders gut an dem abgebildeten „Steinbergkogel“ ersichtlich wird. Das 1933 entstandene Werk fällt in die fruchtbarste Phase Waldes. Im Wechselspiel zwischen Licht und Schatten dem Betrachter geradezu plastisch entgegen tretend, wird dem Schnee hier eine Eigenwertigkeit zu Teil, wie sie von anderen Tirolern Künstlern nicht erreicht wird.
 
Seit den ausgehenden 30er Jahren widmete sich Walde bis zu seinem Tod 1958 überwiegend architektonischen Projekten. Die alte, heute umgebaute Talstation der Hahnenkammbahn geht ebenso auf seine Planung zurück wie das Haus Walde am Hahnenkamm. Im „Museum Kitzbühel“ in der Altstadt kann die größte öffentlich zugängliche Walde-Sammlung besichtigt werden.


Kunstverlag Alfons Walde

 

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