Felix Neureuther: Slalom-Triumph in Kitzbühel
"Ich hoffe, dass sie meine Gondel neben die meines Vaters hängen", ruft Felix Neureuther enthusiastisch nach seinem grandiosen Slalom-Sieg in Kitzbühel aus. Im ersten Lauf platzierte sich Neureuther auf dem dritten Platz. Ein brillanter zweiter Lauf brachte ihm den verdienten Sieg am Hahnenkamm und seinen ersten World Cup Sieg.
In der Kombinationswertung wird die Zeit der Abfahrt mit den beiden Slalomzeiten addiert. Mit einem hervorragenden 7. Rang in der Abfahrt wie auch im Slalom sicherte sich Ivica Kostelic den Gesamtsieg in der Hahnenkamm-Kombination. Ein weiterer Erfolg in seiner beachtlichen Karriere.
Der Ganslernhang ist eine klassische Slalompiste. Sobald die Rolex Zeitmessung für die Skirennfahrer läuft, twistet und dreht es den Hang hinunter; die Piste überquert Wege und gegen Ende der Rennstrecke geht es sogar den Hügel hinauf. Der Kurs ist einmalig und sehr speziell in der Sportgeschichte. Für Felix Neureuther, der so oft dafür kritisiert wurde, schnell zu fahren aber fatale Fehler zu begehen, gelang diesmal alles. "Ich hatte das Gefühl, die schwierigen Stellen geschickt zu meistern" kommentiert Neureuther seinen Sieg. Er war außer sich vor Freude. "Der erste Lauf gelang mir sehr gut und im zweiten Lauf puschte ich extrem" kommentiert Neureuther.
Der Österreicher Reinfried Herbst führte nach dem ersten Lauf, gefolgt vom Italiener Manfred Moelgg mit 4/10 Sekunden Rückstand und Neureuther an dritter Stelle. Als sich Neureuther im zweiten Lauf vor Julien Lizeroux platzierte war noch alles offen. Moelgg kam als nächster, machte einen Fehler der ihn zwang, zurück zu einem Tor zu steigen was natürlich viel Zeit kostete. Alle Augen richteten sich auf den Favoriten, der als letzter Fahrer noch oben stand: Reinfried Herbst. Vor dem Start zum zweiten Lauf führte Herbst noch nach Punkten im Slalom World Cup der Herren. Im ersten Lauf hatte er noch einen komfortablen Vorsprung von einer halben Sekunde auf den Deutschen. Dies hätte zum Sieg reichen sollen. Bedauerlicherweise unterlief Herbst ein Fehler im mittleren Teil der Strecke und er musste ebenfalls zum Tor zurück steigen. Während Herbst seine Niederlage mit Würde einsteckte, war die Freude von Neureuther und Kostelic über ihren Sieg offensichtlich.
