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Kitzbüheler Skigeschichte

Kitzbühel und Skifahren – diese Verbindung ist legendär. Seit 1892. Kein anderer Skiort in den Alpen kann auf eine derart lange wie erfolgreiche Skigeschichte verweisenSkipionier Franz Reisch, der Ski-Superstar Toni Sailer oder der legendäre Skipädagoge Karl Koller prägten die Entwicklung des Skisports in der Gamsstadt.

Skipionier Franz Reisch

"Sepp, i muaß dir oane oberhaun , damit du woaßt, wie schön es war!", soll Franz Reisch im Dezember 1892 zu seinem Freund Josef Herold nach einer seiner ersten gelungenen Skitouren gesagt haben. Reisch hatte das Aufsehen erregende Buch "Auf Schneeschuhen durch Grönland" des norwegischen Polarforschers Fridtjof Nansen gelesen. Darin äußert sich der Autor begeistert über den Skisport. Die Schrift findet weltweit Beachtung - auch in Kitzbühel.

Der Wahl-Kitzbüheler Franz Reisch besorgt sich im Herbst 1892 inspiriert durch Nansen ein paar "Brettl" aus dem hohen Norden. Trotz der skeptischen Haltung vieler Kitzbüheler Zeitgenossen startet er bald zu größeren Touren. Am 15. März 1893 gelingt ihm mit der Fahrt vom Kitzbüheler Horn die erste hochalpine Skiabfahrt Österreichs. Im ersten Heft der Zeitschrift „Der Schneeschuh“ vom 1. November 1893 schildert er seine Erlebnisse und liefert damit den ersten alpinen Skitext. Fotografien aus der Pionierzeit des Skisports in Kitzbühel liefert Josef Herold.

Rasch finden sich Gleichgesinnte, welche gemeinsame Skiausflüge unternehmen und ab 1895 regelmäßig Skirennen durchführen. Hand in Hand erfolgt die Entwicklung des Wintertourismus. Es werden erste Apartments verpachtet, Hotels und Pensionen eröffnet sowie kommerzieller Skiunterricht erteilt.

Kitzbüheler Skiclub (K.S.C.)

Im Jahr 1902 wurde die Wintersportvereinigung Kitzbühel gegründet, welche 1931 in "Kitzbüheler Ski Club (K.S.C.)" umbenannt wurde. Der K.S.C. ist wohl einer der berühmtesten Skiclubs der Welt. Seine über 100 Jahre alte Geschichte, mehr als 6.500 Mitlgieder aus 30 Nationen und die Erfolge seiner Sportler sind einzigartig. Sie eroberten insgesamt 51 Olympia- und Weltmeisterschaftsmedaillen.

Zu den wichtigsten Aufgaben des K.S.C. zählen die Organisation des Hahnenkamm-Rennens und die Förderung der Jugend in allen Skisportarten - Ski Alpin, Snowboard, Freeski, Skicross, Langlauf, Biathlon, Sprunglauf und Nordische Kombination. Der Präsident des K.S.C. seit 2010 ist Dr. Michael Huber.

Skischule "Rote Teufel" Kitzbühel

1926 wird die Skischule Kitzbühel gegründet. Vor allem unter der Leitung von Karl Koller (1950 - 1975) wird sie weltberühmt. Als Marketing-Genie hebt er gemeinsam mit Alfons Walde die "Roten Teufel" aus der Taufe, indem er rote Pullover, rote Mützen und moderne Plakate einsetzt. Der Unternehmer Koller erfindet die "Topfskischule" und beteiligt alle Skilehrer am Gewinn. Als Skipädagoge wird er zum kongenialen Freund von "Ski-Papst" Stefan Kruckenhauser, revolutioniert den Skilehrweg (z.B. Kurzski-Lehrmethode ohne Stemmbewegungen oder spielendes Lernen für den Skinachwuchs im "Kinderland") und veröffentlicht Skivideos und Lehrbücher. Kitzbüheler Skilehrer schwärmen in alle Skiregionen der Welt und haben führenden Anteil an der Verbreitung des Skisports, vor allem in den USA.

Hahnenkamm-Rennen

Im März 1931 setzt die erstmalige Durchführung der Hahnenkamm-Rennen einen Meilenstein in Kitzbühels Skigeschichte. Nach dem 2. Weltkrieg werden die Rennen auf verschiedensten Pisten ausgetragen und gewinnen kontinuierlich an Bedeutung. Ende der 1940er Jahre kristallisieren sich die Streif und der Ganslernhang als die Strecken der Hahnenkamm-Rennen heraus. die Hahnenkamm-Rennen entwickeln sich zum wichtigsten Skirennen der Welt.

Toni Sailer und das Ski-Wunderteam

Eine ganz besondere Rolle in der Skigeschichte der Gamsstadt spielt das legendäre „Ski-Wunderteam“. Toni Sailer, Ernst Hinterseer, Hias Leitner, Anderl Molterer, Fritz Huber und Christian Pravda beherrschten in den 1950er Jahren die Skiwelt nach Belieben. Vor allem Toni Sailer erreicht eine enorme Popularität und wird zum ersten globalen Superstar des Wintersports. Seine Populartität reicht bis nach Japan. Sailer wird zu DER Symbolfigur des Wiederaufbaus in der österreichischen Nachkriegszeit und zum Idol einer ganzen Nation. 3 olympische Goldmedaillen und 4 Weltmeistertitel bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo begründeten seine außerordentliche Karriere.

3S-Bahn

Die 3S-Bahn ist eine technische Revolution im Seilbahnwesen und verbindet die beiden Skigebiete Kitzbühel/Kirchberg und Jochberg/Resterhöhe. Die im Januar 2005 eröffnete Umlaufbahn bricht bei ihrem Bau gleich zwei Weltrekorde: größte Höhe über Grund (400 m) und gößte Spannweite aller Luftseilbahnen (2.507 m). Mit einer Fahrtstrecke von 3,6 km bringt sie es unter der Verwendung von lediglich einer Stütze zu einer außergewöhnlichen Feldlänge von 2.507 Metern zwischen Talstation und der 80 Meter hohen Stütze.

Naglich | Ressmann am Mount St. Elias

Die Kitzbüheler Extremskifahrer Axel Naglich und Peter Ressmann fahren am 11. August 2007 als erste Menschen über extreme Steilflanken vom Gipfel des Mount Saint Elias (5.489 m) bis zur "Icy Bay". Ihnen gelingt damit die längste Skiabfahrt der Welt. Der Mount Saint Elias ist relativ der höchste Berg der Welt. Seine 5.489 Meter ragen direkt vom Meeresniveau in die Höhe, während der absolut höchste Berg der Erde, der Mount Everest mit 8.848 Meter nur rund 3.500 Meter aus dem tibetischen Hochland rausragt. Die faszinierende Besteigung und Befahrung des Mount St. Elias in Alaska begeistert als Dokumentarfilm die Kinobesucher.
 

David Kreiner

David Kreiner krönte sich am 23. Februar 2010 in Vancouver zum Olympiasieger. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Felix Gottwald, Mario Stecher und Bernhard Gruber siegte er im Teambewerb der Nordischen Kombination bei den 21. Olympischen Winterspielen. David schreibt mit dem ersten Olympiagold seit Ernst Hinterseer (1960 in Squaw Valley) Skigeschichte.

Auch 2011 war David Kreiner mit dem Nordischen Team erfolgreich. Bei der Weltmeisterschaft in Oslo sicherte er sich zusammen mit Felix Gottwald, Mario Stecher und Bernhard Gruber den Doppel-Weltmeistertitel im Team-Bewerb.

Kitzbühels Skigeschichte in Zahlen

1888 Das Hotel Schloss Lebenberg öffnet erstmals auch für die Wintersaison seine Pforten.
1892 Erste Skiversuche von Franz Reisch im Dezember 1892. Die Ski kamen per Post aus Norwegen. 
1893
 
Erste hochalpine Skiabfahrt Österreichs durch Franz Reisch. Fahrt auf Skiern vom Kitzbüheler Horn, 15. März 1893.
1893
 
Veröffentlichung des ersten alpinen Skitextes durch Franz Reisch. Zeitschrift "Der Schneeschuh" vom 01. November 1893.
1895 Erstes Skirennen in Kitzbühel. Sieger: Josef Herold
1898
 
Erste internationale Skitouristen kommen nach Kitzbühel.
Erster kommerzieller und militärischer Skiunterricht.
1902
 
Gründung der Wintersportvereinigung Kitzbühel,
1931 umbenannt in Kitzbüheler Ski Club (K.S.C.).
1905 1. Tiroler Skimeisterschaften. Austragungsort: Kitzbühel.
1907 1. Österreichische Skimeisterschaften. Austragungsort: Kitzbühel.
1926 Gründung der Skischule Kitzbühel. Ab 1950 wurde sie unter dem Namen "Rote Teufel" weltberühmt.
1929 Eröffnung der Hahnenkamm-Bahn, erste für das Skifahren konzipierte Seilbahn der Welt.
1931 1. Hahnenkamm-Rennen am 28. und 29. März 1931.
1935
 
Der Prince of Wales - der spätere König Edward VIII. - kommt zum Skifahren nach Kitzbühel und löst einen Boom bei britischen Gästen aus.
1950
 
1. Nachtslalom bei Flutlicht am Ganslernhang. 25. Dezember 1950.
Karl Koller übernimmt die Skischule Kitzbühel und führt sie zu Weltruhm.
Ab 1950
 
Das Kitzbüheler Wunderteam um Toni Sailer dominiert die Ski-Welt.
Kitzbüheler Skilehrer als "Exportschlager" rund um den Globus.
1956

 
Toni Sailer triumphiert in Cortina d´Ampezzo mit
3x Olympia-Gold, 4x WM-Gold.
Sailer wird "über Nacht" zum ersten Weltstar des Wintersports.
1971 Kommandant der legendären Apollo 13 James Arthur Lovell auf Skiurlaub in Kitzbühel
1982 Hansi Hinterseer wird in den USA Profi-Skiweltmeister in der Abfahrt. 
2004 Die 3S-Bahn ist die spektakulärste und modernste 3-Seil-Umlaufbahn der Welt.
2007
 
Den Kitzbüheler Extremskifahrern Axel Naglich und Peter Ressmann gelingt am 11. August 2007 am Mount St. Elias die längste Skiabfahrt der Welt.
2010
 
David Kreiner wird in Vancouver Olympiasieger im Team-Bewerb der Nordischen Kombination.
2011
 
David Kreiner wird in Oslo Doppel-Weltmeister im Team-Bewerb der Nordischen Kombination.

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