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Straka und Steinlechner sorgten für einen Golf-Hexenkessel in Kitzbühel

Es ist alles angerichtet für ein dramatisches Golf-Wochenende bei den Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol! Sepp Straka hat sich am Freitag mit einer 66er-Runde (-4) und dem Total von 133 Schlägen (-7) ebenso gut in Position gebracht wie Maximilian Steinlechner (68/-2), der nach zwei Tagen ebenfalls bei einem Gesamtscore von sieben unter Par hält. Straka und Steinlechner gehen als geteilte Elfte in die Preisgeldvergabe, als dritter Österreicher schaffte Bernd Wiesberger (69/-1) den Cut. Der Burgenländer rangiert mit dem Gesamtscore von 135 Schlägen (-5) auf Platz 30.

7.400 Golffans verwandelten bei Postkartenwetter den Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith am zweiten Tag des mit 2,75 Millionen Dollar dotierten DP-World-Tour-Turniers in einen echten Golf-Hexenkessel. Jeder gelungene Schlag des rot-weiß-roten Duos wurde frenetisch bejubelt – und davon gab es genug!  Einzig Strakas Putter ließ sich ein wenig bitten, bis er auf Betriebstemperatur kam.

„Ich habe heute wirklich gut gespielt. Vom Abschlag war es sehr gut und auch die Eisen waren stark. Auf den ersten 13, 14 Löchern habe ich halt überhaupt nichts gelocht, dafür war der Putter auf den letzten vier, fünf Löchern richtig gut. Da sind zwei Birdie-Putts gefallen und auch zwei Par-Saves gelungen, und das war ziemlich wichtig“, sagte Straka bei der Pressekonferenz nach seiner Runde und geriet dabei einmal mehr über den enormen Fanzuspruch ins Schwärmen.

„Es war gestern schon eine wahnsinnig gute Stimmung, und heute war es eigentlich unfassbar. Es waren so viele Fans da draußen, noch viel mehr als gestern. Die Atmosphäre war so gut, dass ich mir wünschen würde, dass am Wochenende noch mehr Leute kommen“, so Straka. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird.

Maximilian Steinlechner startete mit vier Birdies auf den ersten neun Löchern fulminant in seine zweite Runde. Nach dem Turn musste der Tiroler zwar noch zwei Bogeys hinnehmen, der Lokalmatador mischt bei seinem Heimturnier aber weiterhin ganz vorne mit. „Im Großen und Ganzen bin ich mit dem bisherigen Turnierverlauf zufrieden. Ein Score von sieben unter Par nach zwei Runden ist immer gut. Die zweiten neun Löcher haben heute weniger Spaß gemacht. Da ist nicht viel passiert, und dann habe ich auch noch zwei Bogeys gemacht. Aber es war trotzdem cool, vor so einer großen Kulisse zu spielen. Das bin ich sonst ja nicht so gewohnt. So viele Maxi-Zurufe wie heute habe ich schon lange nicht mehr gehört“, sagte Steinlechner.

Weniger happy mit seinem Auftritt am zweiten Tag in Kitzbühel war Bernd Wiesberger, der eine 69er-Runde (-1) notierte. „Das war ein sehr frustrierender Tag auf allen 18 Löchern“, sagte der Sieger der diesjährigen China Open. Wiesberger musste auf seinen ersten neun Löchern drei Schlagverluste bei einem Birdie hinnehmen. Danach kämpfte sich der 40-Jährige zurück und drehte seinen Score mit drei weiteren Birdies in die roten Zahlen. Dennoch zitierte er in seiner Analyse Rory McIlroy: „Ein sehr guter Spieler hat vor zwei Wochen zu seiner Runde gesagt: ‚Shit!‘. Das fasst es ziemlich gut zusammen.“

Er habe zu viele Chancen liegengelassen, so Wiesberger. „Heute wäre etwas Richtung 65 oder 66 möglich gewesen – ein Tag zum Abschreiben, hoffentlich der schlechteste diese Woche.“

Matthias Schwab verpasste mit einer 70er-Parrunde um einen Schlag denkbar knapp den Cut (-3). Die zehn weiteren Österreicher verfehlten das Wochenende deutlicher, wobei Lukas Boandl am Freitag mit einer starken 64er-Runde (-6) trotzdem ein Ausrufezeichen setzte. Am Ende fehlten dem steirischen Amateur zwei Schläge zum Einzug ins Wochenende.

Halbzeit-Führender ist der Engländer Andrew Johnston, der sich mit einer überragenden 62er-Runde (-8) und dem Gesamtscore von 129 Schlägen (-11) an die Spitze des Leaderboards katapultierte. Mit einem Schlag Rückstand teilt sich das Trio Kota Kaneko (JPN), Rafa Cabrera Bello (ESP) und Calum Hill (SCO) Rang zwei.

Alle Informationen zur Destination Kitzbühel finden Sie unter kitzbuehel.com