Es muss nicht immer Skifahren sein

07.01.2020 | Sport & Freizeit

Es muss nicht immer Skifahren sein

Ob Schneesturm, Angst vor Verletzungen oder Nicht-Können – es gibt viele Gründe, warum die Ski lieber im Keller bleiben. Dennoch lässt sich ein Wintertag in Kitzbühel ganz wunderbar in der Natur genießen. Mit den folgenden vier Alternativen zum Skifahren liefern wir ein paar Inspirationen für einen Winterurlaub voller atemberaubender Erlebnisse abseits der Pisten.

Als Nicht-Skifahrer im Winter nach Kitzbühel? Das ist ja gerade so, als reise man ans Rote Meer ohne Tauch-Ambitionen, in die Dolomiten ohne Lust die Berge zu besteigen oder nach Disneyland trotz einer Aversion gegen Zeichentrick. Landläufig könnten die Reaktionen so ausfallen, kommt man auf die Idee, ohne große Begeisterung fürs Skifahren die Gamsstadt zu besuchen. Aber selbstverständlich kann Kitzbühel viel mehr, als nur Pistengötter und Powderqueens begeistern.

 

Auch ohne Ski lässt sich ein Wintertag in Kitzbühel genießen © alpinguin

Auch ohne Ski lässt sich ein Wintertag in Kitzbühel genießen © alpinguin

 

Auf leisen Sohlen durch den Winter

So quirlig Kitzbühel und vor allem seine Pisten auch sein mögen, der Ort hat für diejenigen, die ein paar Tage Ruhe suchen, ein unerwartet großes Angebot. Und damit meinen wir gar nicht die luxuriösen Spa-Paradiese in den Hotels, das Alfons-Walde-Museum oder eine romantische Pferdeschlittenfahrt um den Schwarzsee. Der effektivste Weg zur Entschleunigung ist eine Winterwanderung. „Ach, wie langweilig!”, mag jetzt der eine oder andere denken, aber: weit gefehlt!

Winterwandern ist ein Sport für alle, denn warme Kleidung und gutes Schuhwerk sind alles, was dafür gebraucht wird. Ein Hauch Kondition schadet nicht, aber das Tempo, mit dem die verschneite Landschaft erkundet wird, kann problemlos selbst bestimmt werden. So wie auch die Route und auf rund 185 Kilometern Wegenetz stehen 35 zur Auswahl. Geht es gemütlich über romantische Waldwege auf eine Alm oder entspannt im Tal dem Wilden Kaiser oder den Hohen Tauern entgegen: Die Wege und Pfade sind großteils präpariert und die Aussichten, die sich einem bieten, von außergewöhnlicher Schönheit. Die zauberhafte Bergwelt in Kitzbühel offenbart sich bereits während den sanften Anstiegen, aber oben angekommen wird es regelrecht spektakulär, wenn man den eingeschneiten Gipfeln ringsum beim Thronen zusehen darf.

 

Winterwandern inmitten der herrlichen Bergwelt ©alpinguin

Winterwandern inmitten der herrlichen Bergwelt ©alpinguin

 

Vom Stapfen und Staunen

Wer das (unberechtigte) Gefühl hat, Winterwandern sei nur ein etwas ambitionierteres Spazierengehen, der ziehe sich umgehend Schneeschuhe an. Deren Vorläufer banden sich unsere Vorfahren übrigens bereits 3700 Jahre vor Christus an ihre Füße. Schneeschuhwandern ist aufgrund der überdimensionierten und vor allem ungewohnten Schrittmacher nicht nur fordernder als Winterwandern, es hat auch etwas von verwegener Ursprünglichkeit. Denn mit – im wahrsten Sinne des Wortes – riesigen Schritten geht es nicht auf markierten Wegen die Berge hinauf, sondern querfeldein durch den Schnee. Wiewohl durch den Schnee nicht ganz richtig ist, denn Schneeschuhe trägt man in erster Linie, um ein Einsinken weitestgehend zu vermeiden.

Die Aussichten während des Schneeschuhstapfens sind natürlich von gleicher atemberaubender Schönheit wie beim Winterwandern, nur die Wege sind andere. Vereinzelt wirken sie sogar, als wäre sie nie zuvor ein Mensch gegangen – wenn der frische Pulverschnee in der Sonne glitzert und die Hänge als weiche Decke umhüllt. Auch die erholsame Ruhe eint die winterlichen Wandermöglichkeiten in Kitzbühel. Es gibt Wege, Pfade und Gegenden, in denen rund um einen absolut nichts zu hören ist – abgesehen vom knirschenden Schnee unter den eigenen Füßen.

 

Schneeschuhwandern macht Spaß ©Artfabrik

Schneeschuhwandern macht Spaß ©Artfabrik

 

Zurück in die Spur

Wer sich fürs kalte Knirschen nicht erwärmen kann, aber ein dynamisches Zischen schätzt, findet es auf einer der neun Loipen Kitzbühels. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass es erst bei erfahrenen Langläufern zischt – vor allem dynamisch. Bei Anfängern dominiert eher ein dumpfes, aber kaum hörbares Plumpsen. Sicher ist nur, dass Langlaufen jeder erlernen kann und dafür nicht gleich vier Wochen Urlaub in Kitzbühel buchen muss.

Bei den Loipen gibt es nicht nur die Wahl zwischen den Schwierigkeitsgraden, sondern auch zwischen den Aussichten. Und die ist nicht so einfach: Skate ich dem majestätischen Wilden Kaiser entgegen oder doch lieber mit Blick auf die Gipfelparade der Hohen Tauern? Oder möchte ich mich lieber gar nicht mit märchenhaften Panoramen um mich herum ablenken und laufe lieber die Sportloipe  abends unter Flutlicht entlang? So ein Winterwunderland hat auch seine Tücken.

 

alt="Langlaufen bei guter Luft in herrlicher Landschaft - ein Genuss ©Kitzbühel Tourismus - Michael Werlberger)" width="650" height="433" srcset="https://www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20.jpg 1920w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-600x400.jpg 600w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-1536x1024.jpg 1536w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-680x453.jpg 680w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-1250x833.jpg 1250w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-930x620.jpg 930w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-800x533.jpg 800w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-768x512.jpg 768w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-480x320.jpg 480w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-340x227.jpg 340w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-150x100.jpg 150w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-560x373.jpg 560w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Langlaufen-Kitzbühel-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-20-331x221.jpg 331w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" />

Langlaufen bei guter Luft in herrlicher Landschaft – ein Genuss ©Kitzbühel Tourismus – Michael Werlberger

 

Rodelspaß bei Tag und Nacht

Aber welche Möglichkeit haben Ski-Verweigerer in Kitzbühel, denen Winterwandern und Langlaufen zu anstrengend oder zu langweilig sind – oder gar beides? Dann hilft nur mehr die Rodel, auch Schlitten genannt. Es gibt nicht nur auf der Trattenbachalm und der Kelchalm zwei lange und abwechslungsreiche Naturrodelbahnen über offene Hänge und Waldabschnitte, am Gaisberg lockt eine Abfahrt unter Flutlicht und mit Sessellift, der ein entspanntes Ankommen garantiert, noch ehe man auf dem Schlitten sitzt. Wie gechillt die Piloten im Tal schließlich abschwingen, entscheidet wohl ganz alleine der Fahrstil.

 

alt="Rodeln am Gaisberg mit der ganzen Familie ©Kitzbühel Tourismus - Michael Werlberger" width="650" height="433" srcset="https://www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8.jpg 1920w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-600x400.jpg 600w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-1536x1024.jpg 1536w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-680x453.jpg 680w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-1250x833.jpg 1250w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-930x620.jpg 930w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-800x533.jpg 800w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-768x512.jpg 768w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-480x320.jpg 480w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-340x227.jpg 340w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-150x100.jpg 150w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-560x373.jpg 560w, www.kitzbuehel.com/app/uploads/pixxio/01%20BILDER%20ALLGEMEINE%20NUTZUNG/Rodeln-Gaisberg-©-Kitzbühel-Tourismus-Michael-Werlberger-8-331x221.jpg 331w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" />

Rodeln am Gaisberg mit der ganzen Familie ©Kitzbühel Tourismus – Michael Werlberger

 

Weitere Informationen und noch mehr Alternativen zum Skifahren in Kitzbühel gerne HIER

 

 

Ob Schneesturm, Angst vor Verletzungen oder Nicht-Können – es gibt viele Gründe, warum die Ski lieber im Keller bleiben. Dennoch lässt sich ein Wintertag in Kitzbühel ganz wunderbar in der Natur genießen. Mit den folgenden vier Alternativen zum Skifahren liefern wir ein paar Inspirationen für einen Winterurlaub voller atemberaubender Erlebnisse abseits der Pisten.

Als Nicht-Skifahrer im Winter nach Kitzbühel? Das ist ja gerade so, als reise man ans Rote Meer ohne Tauch-Ambitionen, in die Dolomiten ohne Lust die Berge zu besteigen oder nach Disneyland trotz einer Aversion gegen Zeichentrick. Landläufig könnten die Reaktionen so ausfallen, kommt man auf die Idee, ohne große Begeisterung fürs Skifahren die Gamsstadt zu besuchen. Aber selbstverständlich kann Kitzbühel viel mehr, als nur Pistengötter und Powderqueens begeistern.

Auf leisen Sohlen durch den Winter

So quirlig Kitzbühel und vor allem seine Pisten auch sein mögen, der Ort hat für diejenigen, die ein paar Tage Ruhe suchen, ein unerwartet großes Angebot. Und damit meinen wir gar nicht die luxuriösen Spa-Paradiese in den Hotels, das Alfons-Walde-Museum oder eine romantische Pferdeschlittenfahrt um den Schwarzsee. Der effektivste Weg zur Entschleunigung ist eine Winterwanderung. „Ach, wie langweilig!”, mag jetzt der eine oder andere denken, aber: weit gefehlt!

Winterwandern ist ein Sport für alle, denn warme Kleidung und gutes Schuhwerk sind alles, was dafür gebraucht wird. Ein Hauch Kondition schadet nicht, aber das Tempo, mit dem die verschneite Landschaft erkundet wird, kann problemlos selbst bestimmt werden. So wie auch die Route und auf rund 185 Kilometern Wegenetz stehen 35 zur Auswahl. Geht es gemütlich über romantische Waldwege auf eine Alm oder entspannt im Tal dem Wilden Kaiser oder den Hohen Tauern entgegen: Die Wege und Pfade sind großteils präpariert und die Aussichten, die sich einem bieten, von außergewöhnlicher Schönheit. Die zauberhafte Bergwelt in Kitzbühel offenbart sich bereits während den sanften Anstiegen, aber oben angekommen wird es regelrecht spektakulär, wenn man den eingeschneiten Gipfeln ringsum beim Thronen zusehen darf.

Vom Stapfen und Staunen

Wer das (unberechtigte) Gefühl hat, Winterwandern sei nur ein etwas ambitionierteres Spazierengehen, der ziehe sich umgehend Schneeschuhe an. Deren Vorläufer banden sich unsere Vorfahren übrigens bereits 3700 Jahre vor Christus an ihre Füße. Schneeschuhwandern ist aufgrund der überdimensionierten und vor allem ungewohnten Schrittmacher nicht nur fordernder als Winterwandern, es hat auch etwas von verwegener Ursprünglichkeit. Denn mit – im wahrsten Sinne des Wortes – riesigen Schritten geht es nicht auf markierten Wegen die Berge hinauf, sondern querfeldein durch den Schnee. Wiewohl durch den Schnee nicht ganz richtig ist, denn Schneeschuhe trägt man in erster Linie, um ein Einsinken weitestgehend zu vermeiden.

Die Aussichten während des Schneeschuhstapfens sind natürlich von gleicher atemberaubender Schönheit wie beim Winterwandern, nur die Wege sind andere. Vereinzelt wirken sie sogar, als wäre sie nie zuvor ein Mensch gegangen – wenn der frische Pulverschnee in der Sonne glitzert und die Hänge als weiche Decke umhüllt. Auch die erholsame Ruhe eint die winterlichen Wandermöglichkeiten in Kitzbühel. Es gibt Wege, Pfade und Gegenden, in denen rund um einen absolut nichts zu hören ist – abgesehen vom knirschenden Schnee unter den eigenen Füßen.

Zurück in die Spur

Wer sich fürs kalte Knirschen nicht erwärmen kann, aber ein dynamisches Zischen schätzt, findet es auf einer der neun Loipen Kitzbühels. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass es erst bei erfahrenen Langläufern zischt – vor allem dynamisch. Bei Anfängern dominiert eher ein dumpfes, aber kaum hörbares Plumpsen. Sicher ist nur, dass Langlaufen jeder erlernen kann und dafür nicht gleich vier Wochen Urlaub in Kitzbühel buchen muss.

Bei den Loipen gibt es nicht nur die Wahl zwischen den Schwierigkeitsgraden, sondern auch zwischen den Aussichten. Und die ist nicht so einfach: Skate ich dem majestätischen Wilden Kaiser entgegen oder doch lieber mit Blick auf die Gipfelparade der Hohen Tauern? Oder möchte ich mich lieber gar nicht mit märchenhaften Panoramen um mich herum ablenken und laufe lieber die Sportloipe  abends unter Flutlicht entlang? So ein Winterwunderland hat auch seine Tücken.

Rodelspaß bei Tag und Nacht

Aber welche Möglichkeit haben Ski-Verweigerer in Kitzbühel, denen Winterwandern und Langlaufen zu anstrengend oder zu langweilig sind – oder gar beides? Dann hilft nur mehr die Rodel, auch Schlitten genannt. Es gibt nicht nur auf der Trattenbachalm und der Kelchalm zwei lange und abwechslungsreiche Naturrodelbahnen über offene Hänge und Waldabschnitte, am Gaisberg lockt eine Abfahrt unter Flutlicht und mit Sessellift, der ein entspanntes Ankommen garantiert, noch ehe man auf dem Schlitten sitzt. Wie gechillt die Piloten im Tal schließlich abschwingen, entscheidet wohl ganz alleine der Fahrstil.

Weitere Informationen und noch mehr Alternativen zum Skifahren in Kitzbühel gerne HIER

Als Nicht-Skifahrer im Winter nach Kitzbühel? Das ist ja gerade so, als reise man ans Rote Meer ohne Tauch-Ambitionen, in die Dolomiten ohne Lust die Berge zu besteigen oder nach Disneyland trotz einer Aversion gegen Zeichentrick. Landläufig könnten die Reaktionen so ausfallen, kommt man auf die Idee, ohne große Begeisterung fürs Skifahren die Gamsstadt zu besuchen. Aber selbstverständlich kann Kitzbühel viel mehr, als nur Pistengötter und Powderqueens begeistern.

Berglandschaft im Schnee

Auf leisen Sohlen durch den Winter

So quirlig Kitzbühel und vor allem seine Pisten auch sein mögen, der Ort hat für diejenigen, die ein paar Tage Ruhe suchen, ein unerwartet großes Angebot. Und damit meinen wir gar nicht die luxuriösen Spa-Paradiese in den Hotels, das Alfons-Walde-Museum oder eine romantische Pferdeschlittenfahrt um den Schwarzsee. Der effektivste Weg zur Entschleunigung ist eine Winterwanderung. „Ach, wie langweilig!”, mag jetzt der eine oder andere denken, aber: weit gefehlt!

Winterwandern ist ein Sport für alle, denn warme Kleidung und gutes Schuhwerk sind alles, was dafür gebraucht wird. Ein Hauch Kondition schadet nicht, aber das Tempo, mit dem die verschneite Landschaft erkundet wird, kann problemlos selbst bestimmt werden. So wie auch die Route und auf rund 185 Kilometern Wegenetz stehen 35 zur Auswahl. Geht es gemütlich über romantische Waldwege auf eine Alm oder entspannt im Tal dem Wilden Kaiser oder den Hohen Tauern entgegen: Die Wege und Pfade sind großteils präpariert und die Aussichten, die sich einem bieten, von außergewöhnlicher Schönheit. Die zauberhafte Bergwelt in Kitzbühel offenbart sich bereits während den sanften Anstiegen, aber oben angekommen wird es regelrecht spektakulär, wenn man den eingeschneiten Gipfeln ringsum beim Thronen zusehen darf.

Wanderer im Schnee

Zurück in die Spur

Wer sich fürs kalte Knirschen nicht erwärmen kann, aber ein dynamisches Zischen schätzt, findet es auf einer der neun Loipen Kitzbühels. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass es erst bei erfahrenen Langläufern zischt – vor allem dynamisch. Bei Anfängern dominiert eher ein dumpfes, aber kaum hörbares Plumpsen. Sicher ist nur, dass Langlaufen jeder erlernen kann und dafür nicht gleich vier Wochen Urlaub in Kitzbühel buchen muss.

Bei den Loipen gibt es nicht nur die Wahl zwischen den Schwierigkeitsgraden, sondern auch zwischen den Aussichten. Und die ist nicht so einfach: Skate ich dem majestätischen Wilden Kaiser entgegen oder doch lieber mit Blick auf die Gipfelparade der Hohen Tauern? Oder möchte ich mich lieber gar nicht mit märchenhaften Panoramen um mich herum ablenken und laufe lieber die Sportloipe  abends unter Flutlicht entlang? So ein Winterwunderland hat auch seine Tücken.

zwei Langläufer

Vom Stapfen und Staunen

Wer das (unberechtigte) Gefühl hat, Winterwandern sei nur ein etwas ambitionierteres Spazierengehen, der ziehe sich umgehend Schneeschuhe an. Deren Vorläufer banden sich unsere Vorfahren übrigens bereits 3700 Jahre vor Christus an ihre Füße. Schneeschuhwandern ist aufgrund der überdimensionierten und vor allem ungewohnten Schrittmacher nicht nur fordernder als Winterwandern, es hat auch etwas von verwegener Ursprünglichkeit. Denn mit – im wahrsten Sinne des Wortes – riesigen Schritten geht es nicht auf markierten Wegen die Berge hinauf, sondern querfeldein durch den Schnee. Wiewohl durch den Schnee nicht ganz richtig ist, denn Schneeschuhe trägt man in erster Linie, um ein Einsinken weitestgehend zu vermeiden.

Die Aussichten während des Schneeschuhstapfens sind natürlich von gleicher atemberaubender Schönheit wie beim Winterwandern, nur die Wege sind andere. Vereinzelt wirken sie sogar, als wäre sie nie zuvor ein Mensch gegangen – wenn der frische Pulverschnee in der Sonne glitzert und die Hänge als weiche Decke umhüllt. Auch die erholsame Ruhe eint die winterlichen Wandermöglichkeiten in Kitzbühel. Es gibt Wege, Pfade und Gegenden, in denen rund um einen absolut nichts zu hören ist – abgesehen vom knirschenden Schnee unter den eigenen Füßen.

Wanderer im Schnee
Unterkünfte
1 Zimmer, 2 Erwachsene, 0 Kinder