06.12.2021 | #LocalHeroes

#LocalHeroes | Holzschnitzer Christoph – Umgeben von 768 Krampus-Masken

Als Christoph mit 8 Jahren angefangen hat zu schnitzen, startete auch gleichzeitig die Begeisterung für den Krampus. Heute ist Christoph Obmann vom Ruatn Pass Kitzbühel und seit 13 Jahren Betreiber vom Krampus-Museum Kitzbühel.

Christoph Rieser - Maskenschnitzer

Christoph Rieser ist gelernter Tischler, seine Liebe zum Krampus hat ihn aber nicht losgelassen und somit hat er sich weitergebildet und seine Maskenschnitzkunst bei Kursen in der Schnitzschule Elbigenalp verfeinert.

Aktuell gibt es in Österreich um die 4.000 Masken-Schnitzer, die diese Kunst als Hobby oder als Beruf ausüben.

Eine Maske herzustellen, dauert ca. 40 Stunden - vom Ausschneiden mit der Motorsäge bis zum Schnitzen, Bemalen und zum Schluss dem Befestigen des Kopf-Fells. An die 30 Masken schnitzt Christoph Rieser pro Jahr.

Die Masken werden traditionell aus Zirbenholz hergestellt. Das Zirbenholz ist leicht, riecht sehr gut und noch dazu handelt es sich bei der Zirbe um einen heimischen Baum.

Das Kopf-Fell besteht meist aus Ziegenfell. Die Gwandl, wie die Bekleidung der Krampusse im Umgangssprachlichen genannt werden, sind ebenfalls aus Tierfell und werden passend zum Krampus angefertigt. Wurden die Hörner vor einigen Jahren noch aus Kunsthorn angefertigt, verwenden die meisten heute aus Traditionsbewusstsein doch wieder Echthorn.

Die Begeisterung für den Krampus und den dazugehörigen Brauch hat Christoph seit seinem 8. Lebensjahr begleitet. Vor 13 Jahren startete er dann mit seiner Idee für ein eigenes Krampus-Museum durch. Unterhalb der Zuseher-Tribüne vom Court Küchenmeister, nahe dem Sportpark, befindet sich das Krampus-Museum. Beim Eingang begrüßt der Krampus die Besucher.
Nach ein paar Schritten fühlt man sich schon in einer ganz anderen Welt.
Die von Christoph selbst eingerichteten Ausstellungsräume fassen aktuell 768 Masken.

Die älteste Maske dabei ist aus dem Jahr 1903. Laufend kommen neue Masken dazu und so erweitern sich auch die Ausstellungsräume entsprechend.

War der Krampus bis vor wenigen Jahren nur in unseren Breitengraden so richtig bekannt, hat er spätestens nach der US-amerikanischen Horrorkomödie „Krampus“ mit Michael Dougherty auch international Aufmerksamkeit erregt.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass internationale Gäste das Krampus-Museum besuchen. In den Ausstellungsräumen bekommt man dabei einen sehr guten Eindruck, was bei den Krampus-Umzügen gezeigt wird und woher die Begeisterung zum Krampus kommt. Auch der Brauchtum rund um das Thema Krampus und Nikolaus wird im Krampus-Museum bildlich dargestellt.

Alle im Museum ausgestellten Masken waren auch schon bei einem Umzug dabei

erzählt uns Christoph.

Zu jeder einzelnen Maske gibt es auch eine eigene Geschichte - von welchem Schnitzer die Maske wann und wo geschnitzt wurde, bei welchem Umzug die Maske dabei war und was sie genau darstellt. 

Die schönste Maske ist der "Odin"

so Christoph Rieser.

#LocalHeroes aus Kitzbühel

Es sind die Menschen, die Kitzbühel und seine Feriendörfer Reith, Aurach und Jochberg so besonders machen. Genau um diese Persönlichkeiten geht es in unserer „LocalHeroes“ Serie, in der die wahren Helden unserer Region ins Rampenlicht gerückt werden. Sie selbst würden sich nie als Helden bezeichnen, doch das sind sie: Denn nur durch ihre Leidenschaft für das, was sie tun, wird für uns alle das einzigartige Kitzbüheler Lebensgefühl erlebbar.

Unterkünfte
1 Zimmer, 2 Erwachsene, 0 Kinder